Zurück ins Netz

Es ist so weit. Wer es mitbekommen hat, der weiß, dass ich aufgrund der politischen Beschränkungen durch COVID-19 mit unerwarteten finanziellen Einbußen konfrontiert wurde. Diese nötigten mich, den noch recht jungen Vertrag für den offiziell angemieteten Raum von Zurück ins Jetzt aufzulösen. Die Vision eines Kulturzentrums in Wuppertal-Ronsdorf, welche in den letzten Monaten ganz achtsam entstehen durfte, wurde für mich innerhalb von kürzester Zeit ins vorerst Unmögliche katapultiert.


Ich wäre nicht ich, wenn ich auf diesen Verlust nicht mit einer gewissen Neugier reagiert hätte.

Ich befand mich seit November noch immer in einer Phase der Orientierung innerhalb der Nutzung des neuen Raumes und meinem entsprechenden Wirken darin. Das Projekt wuchs innerhalb weniger Wochen achtsam zu etwas größerem heran als ich ursprünglich dafür im Sinn hatte.


Die Finanzierung all dessen war bis zuletzt noch immer abhängig von meiner Festanstellung im vabali Spa in Hilden. Dieses musste im Zuge der politischen Maßnahmen seinen Betrieb jedoch einstellen, ebenso wie ich. Ich rutschte in Kurzarbeit und hatte keinen Anspruch auf staatliche Hilfe, da meine ausbleibenden Einnahmen aus der Tätigkeit bei Zurück ins Jetzt nicht mein Haupteinkommen darstellten und dieses in der Vergangenheit auch nicht getan hatten. Ich war also ursprünglich auf Nummer sicher gegangen und erhielt nun genau deshalb keine Unterstützung seitens des Staates, obwohl dieser mich in meinen Handlungen unmittelbar einschränkte.

Nun, das triggerte mich dann schon etwas und ich begann mir Sorgen zu machen.

Meine Familie wollte einspringen, ebenso mein Vermieter für den Raum.


Und doch fragte ich mich bei alledem:

Was hatte mir dieses klare politische Statement zu sagen? Ist der Wunsch ein Kulturzentrum zu gründen wirklich so stark, dass ich nun die Hilfe meiner Nächsten in Anspruch nehme, um den Raum in Zeiten einer "Krise" zu halten? Ist es wirklich notwendig, festzuhalten, während der Staat mir ganz klar suggeriert:"Wenn Du jetzt nicht loslässt, wird es Dich nicht nur Deine eigene Kraft kosten".


Es mag das alles jeder sehen und handhaben wie er mag.

Und ich höre die ersten Stimmen rufen und sagen, ich sei verrückt.

Doch ich liebe die Leichtigkeit des Lebens ebenso wie die Simplizität.

Und versuche mir wie Wasser stets den Weg des geringsten Widerstands zu suchen.


Genau deshalb ließ ich den dann auch Raum los.

Und mit ihm die Idee eines eigenen Kulturzentrums.

Für alle Zeit.

* * *

Diesen Schritt zu tun hat mich geöffnet für neue, bewusste und heilsame Betrachtungsweisen.

Ich bin dabei niemandem böse. Ich glaube wirklich, dass all dies fernab von gesundheitlichen Themen einen tieferen Sinn hatte. Direkt bezogen auf meinen ganz eigenen Weg war es genau stimmig so. Verlust ist nicht immer gleich etwas Schlechtes, sondern schafft Platz für neue Möglichkeiten.


Deshalb habe ich die vergangenen Wochen genutzt und das Konzept ebenso wie die Webseite von Zurück ins Jetzt ein für allemal auf meine Bedürfnisse angepasst. All dies wird sich mit der Zeit sicherlich noch ein wenig weiterentwickeln dürfen - doch das Grundgerüst steht. Und ich hoffe, dass es euch gefällt.


Auf bald!

Eure Denise

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