Das Halten der Balance

Es liegt in der Natur der Dinge, dass wir Menschen Schritte und Maßnahmen ergreifen, die sowohl uns selbst als auch unsere Umwelt aus dem Gleichgewicht bringen. Nur durch das Verwerfen alter, bewährter Muster kann etwas Neues entstehen und so liegt auch in uns das unerklärliche, jedoch immerwährende Schöpfungspotential verborgen, welches uns unaufhörlich immer wieder neue Ausdrucksformen des Lebens ermöglicht. Und so geht es in unserem vor allem Leben darum, unsere Mitte zu spüren und aus ihr heraus zu agieren. Denn es gilt: Je feiner und abwägender wir bleiben, desto besser können wir die Konsequenzen unseres Verhaltens überblicken. Sind wir klar und präsent, können wir bewusste Entscheidungen fällen, die sowohl auf unsere Umwelt als auch auf uns selbst förderlich einwirken. Die uns Menschen zugefallene Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu analysieren und zu beobachten ermöglicht uns hierbei eine fantastische Welt der Möglichkeiten. Wir können kleinschrittig ausprobieren und gezielt symbiotische Strukturen erschaffen - für uns selbst und für andere.


Die Herzmitte und die Kraft der Atmung

Um bewusst zu agieren, bedarf es einer Mitte, die allen äußeren Einflüssen gegenüber stabil bleibt. Ich selbst definiere sie in meinen Körper hinein, genau dorthin wo in jeder Sekunde mein Leben neu beginnt: In meinen Herzschlag und in meine damit verbundenen Atmung.

Immer dann, wenn ich aus der Balance gerate, spüre ich in mein Herz hinein, in die Qualität meines Pulses und nutze meinen Atem, um mich zu beruhigen. Dabei ist die Vollständigkeit meiner Atmung zutiefst entscheidend. Fühle ich mich in starker Disbalance oder zerstreut, so atme ich vollständig aus und vollständig ein, so oft wie eben nötig, um zu spüren, wohin ich meinen Fokus nun zu richten habe. Und so werde ich automatisch in jene Bereiche geführt, die im Hier und Jetzt meiner Aufmerksamkeit bedürfen. Ich gestalte mein Leben und treffe immer wieder neue Entscheidungen, mache mich frei von Spannungszuständen aus der Vergangenheit und von Sorgen, die auf die Zukunft gerichtet sind und gelange zurück in meine Präsenz. Dabei ist es völlig gleich, ob ich auf einem Ast balanciere oder einem Menschen gegenüberstehe. Meine Herzmitte ist und bleibt dieselbe und führt mich immer wieder zurück zu mir selbst. Wenn Du also lernen möchtest, auch in Momenten der Disbalance präsent und bewusst zu sein, Dich zu lieben und zu entwirren, dann fange in Deiner eigenen Mitte an. Immer wieder. Du wirst sehen, dass das Leben schon alles für Dich bereit hält und Du einfach nur folgen musst - ohne Zweifel und ohne Gram.

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