Ein Blick auf meine Lebensgeschichte


Rückblickend auf mein Leben wird mir klar, dass ich schon als junges Mädchen eine Sehnsucht im Herzen getragen habe, die durch die Abhängigkeiten innerhalb unserer Gesellschaft kaum gefördert werden konnte. Mein Geist war schon früh sehr scharf, analytisch und klar. Ich wollte immer mittendrin sein und war gern von Erwachsenen umgeben. Ich suchte bereits im Kindergarten engen Kontakt zu den dortigen Autoritäten und verstand schnell wie die gemeinschaftlichen Strukturen aufgebaut sind und auch, wofür sie da waren. Statt meinen Spieltrieb auszuleben, wollte ich stets mein Bestes tun, um die Menschen, die sich um mich kümmerten, zu entlasten und die Systeme, in denen ich mit ihnen steckte, zu verbessern. Kurzum: Ich wollte dienen. Stets. Für ein größeres Ganzes. Und mit jeder Zelle. 

Zunächst wurde dieses Verhalten belächelt und später dann als unangebracht empfunden. Einen so übersprudelnden Geist zu bedienen, kann mitunter eben durchaus anstrengend sein und so wurde ich kurzerhand in meiner Entfaltung stark behindert und sogar unterdrückt.

Ein Gefühl von Unerfülltheit war spätestens seit dem Wechsel auf die weiterführende Schule nahezu alle Folgejahre präsent. In verschiedenen Jugendgruppen und -kulten fand ich nicht die Anbindung, nach der ich mich sehnte. Meiner Wahrnehmung nach schien es anderen im Vergleich zu mir um einiges leichter zu fallen, bestehende Strukturen einfach anzunehmen und sogar Freude daran zu empfinden. Damals konnte ich das alles nicht so recht fassen, geschweige denn verstehen. Stattdessen rebellierte ich viel und legte ein egozentrisches, teilweise destruktives Verhalten an den Tag. Natürlich gab es in dieser Zeit auch einige Ausnahmen und Freunde, an die ich mich bis heute noch mit einem Wohlgefühl erinnern kann. Doch erst nach Erreichen der allgemeinen Hochschulreife und den anschließenden fünf Jahren beruflicher Erfahrung fand ich Zugang zu meinen wirklichen Fähigkeiten und damit auch meine eigene Autorität endlich wieder.

Nun weiß ich, dass in mir schon immer das Potential gesteckt hat, andere Menschen in ihren Verstrickungen wahrzunehmen und in ihrem Handeln sensibel zu beraten. Ich glaube zudem daran, dass dieses Handlungspotential in jedem von uns steckt. Wir müssen es nur zulassen und lernen, damit umzugehen..

Aus diesem Grund habe ich mich für eine möglichst ganzheitliche und ursprüngliche Lebensweise sowie einen intensiven Austausch mit Klienten, Mitmenschen und Vertrauten mithilfe achtsam ausgewählter Methoden entschieden. Dies bestimmt maßgeblich meinen ganz persönlichen Weg zurück ins Jetzt und ich hoffe sehr, andere auf diesem Weg zu inspireren sowie beratend und bestärkend zu begleiten.

Das Thema der finanziellen Abhängigkeit ist mir dabei schon seit ich denken kann ein Dorn im Auge - und so gern ich diesem Thema einfach den Rücken zukehren möchte, sehe ich mich durch die bestehenden Gesellschaftsstrukturen zu einem Kompromiss gezwungen, um meinen Wunsch nach einem möglichst naturnahen Leben und der Versorgung meiner existentiellen Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Aus diesem Grund erbitte ich für meine "Leistungen" um eine Spende, die von Herzen kommt und guten Gewissens gegeben werden kann.

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